Saisonende

Und dank Lockdown Runde 2 fallen auch die letzten Auftritte in diesem Jahr ins Wasser.

Da ich selbst zur gefährdeten Personengruppe gehöre (obwohl ich nach aussen fit und gesund bin und regelmäßig Sport treibe) und auch in meinem engsten Umfeld mehrere Menschen zu diesem Kreis gehören, biete ich dieses Jahr auch keine Hauskonzerte mehr an.

Krefeld

 

 

 

krefeld

Foto: Thorsten Hansen

hat einen sehr schönen Pavillon in einem Park mit wunderschönen alten, hohen Bäumen und dazu ein tolles Orga-Team.

Aufgrund der Coronasituation hätte ich nicht gedacht, dass dieses Jahr in der Hauptsaison überhaupt ein Konzert zustande kommen würde, aber gestern Abend konnte ich tatsächlich doch noch ein Openair bei angenehmen 24°C in der Natur spielen..

https://www.facebook.com/KRefelderMusikszene   – vielen Dank.

Sommer 2020

Drops of silence

Dieses Jahr laufen die Konzerte – privat oder öffentlich (Buchungen für Hauskonzerte möglich) unter dem Motto Drops of silence.

“Drops” als Anlehnung an Wassertropfen,Tau, oder Regen, und “silence” für die Stille, die in einem entsteht, wenn man sich die Zeit nimmt, die Details zu betrachten.

Es geht um Details wie einzelne  Regentropfen, die zu einem Bach ineinander fließen, der sich vergrößert und sich in einen Fluß verwandelt, oder Tautropfen, die in der Sonne wie kostbare Kristalle funkeln, bis sie in der Wärme und dem Licht verdampfen…

Wie immer bestehen die Konzerte aus eigenen Kompositionen und Improvisationen über eigene Motive. Jedes Konzert ist anders, und manche Stücke entstehen komplett spontan aufgrund des Ambientes und der Situation – Momentaufnahmen.

:)

Danke fürs Zuhören.

Die letzten 5 Jahre waren menschlich sehr interessant, einige Beobachtungen früherer Zeiten haben sich bestätigt, ich habe neue Beobachtungen machen können, sowohl positive als auch negative, und es war eine spannende Zeit.

Vielleicht spiele ich noch ein wenig, auf jeden Fall sind meine Recherchen fürs Erste beendet – das Projekt “Sarah Wendt” hat mir selbst auf jeden Fall eine Menge Erfahrungen beschert.

Man liest sich.

 

Saisonende

Und das war schon Sommer 2019, zumindest die offiziellen Termine.

Eine Anmerkung zu Ostende:

Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurde ich von einem Mann erst beleidigt und noch angepöbelt, dass ich mein Auto gefälligst wegzufahren hätte..die “Reichen”glauben wohl, sie könnten sich alles erlauben, typisch Audifahrer..er würde gleich die Polizei anrufen.

Die Polizei kam nicht – weil sie bereits etwa 30Minuten vorher schon vor Ort war, und mit mir abgeklärt hatte, dass ich, weil ich alleine unterwegs war, und die Parkplatzsituation zu dem Zeitpunkt so schlecht war, um mein Equipment zu schützen, mein Auto stehen lassen durfte, was ich dem Pöbler dann auch erklärte.

Manche Menschen leben sehr offensichtlich in ihrer eigenen Realität – selbst als ich ihm erklärte, dass ich nicht “reich” bin, und schon allein deswegen nicht riskieren möchte, mein Equipment zu verlieren, und es nicht an der Marke eines Autos, welches lange kein Neuwagen mehr ist, liegen muss, ob man Geld hat, widerholte er nur, dass ich wohl glauben würde, ich könne machen, was ich will, und er auf jeden Fall die Polizei rufen würde, und begann mein Auto von vorne, hinten und der Seite zu fotografieren, nachdem er mehrfach am Telefon war…

Wow.

Im Ernst, ich bin 8 Stunden gefahren, um ein freies Konzert zu spielen, meine Familie musste einen Tag auf mich verzichten, habe über eine halbe Stunde nach einem freien Parkplatz in der Nähe des Veranstaltungsortes gesucht, bis ich mich mit Veranstalterin und Polizei geeinigt habe, im Notfall eben das Auto stehen lassen zu können, musste vor Ort aufgrund von Fehlinformationen seitens der Veranstalter noch technische Probleme am Telefon lösen, und mich anschließend noch von so jemandem beschimpfen lassen, während er eifrig versucht, mir noch einen Strafzettel verpassen zu lassen?

Der Witz war, dass ich dann knapp 5 Minuten später einen freien Parkplatz 20m entfernt, sogar noch in Sichtweite fand, und schnell mein Auto umparken konnte..

An die Zeugen der Pöbelei: Danke fürs Wegschauen. Beeindruckend, wie einige schon länger anwesend waren, und mich sowohl beim Ausladen als auch im Gespräch mit der Polizei beobachtet haben, aber nicht mit einem Wort versucht haben, dem Pöbler zu erklären, dass ich rechtens dort stehen durfte, bevor er mir gegenüber ausfällig wurde.Ein bisschen mehr Rückgrat wäre nett gewesen, oder einfach: Anstand.  Vor allem, wenn man sich kurz danach gemütlich ins Konzert setzt, um zuzuhören..

Insgesamt habe ich von Ostende einen sehr gemischten Eindruck bekommen. Schade.

 

 

 

 

Das Mädchen und die Musik

Es wäre eine lange Geschichte, die ich hier erzählen könnte. Eine traurige Geschichte, über all das, was eigentlich nichts mit Musik zu tun haben sollte – weil Musik für die Ohren und fürs Herz ist – aber heutzutage, und leider auch schon damals, als ich noch ein Mädchen war, von großer Wichtigkeit zu sein scheint.

Wir leben in einer Welt der Oberflächlichkeit.

Ich spiele, aber ich darf oft nicht.  Das fasst kurz zusammen, was das Problem ist.Ich spiele, aber ich mag nicht mit allen möglichen Leute oberflächliche Gespräche führen, um dann über Beziehungen Veranstaltungen oder Genehmigungen zu bekommen.Ich mag auch keine Bierchen oder ein Glas Wein trinken, denn ich mag Alkohol nicht besonders, und trinke auch privat extrem selten. Und ich habe keine Zeit.

Ich spiele, das reicht.

Was soll denn noch für die Musik übrig bleiben, wenn ich ständig mit irgendwelchem Klüngel beschäftigt wäre?

Ich habe meine Musik seit über 30 Jahren. Ich werde sie auch noch weitere 30 Jahre oder länger haben…aber einige Menschen, die gerne zuhören möchten, werden aufgrund vieler Formalitäten nicht können und nicht dürfen.

Das tut mir leid. Ich denke, es ist ein bisschen, wie wenn der Lieblingsautor keine weiteren Bücher mehr schreibt. Es fehlt einem.

 

After dark..

2019 ist angelaufen, etliche Buchungen stehen fest, aber die CD ist noch nicht fertig. Gut Ding will Weile haben, aber wer nicht warten möchte, darf sich gerne bei Googleplay umsehen – neben der als CD erhältlichen “Stories of a bird” gibt es dort noch das Album “Memories”.

GOOGLEPLAY

Mein Konzertplan für 2019 hat sich allerdings geändert. Leider sind die Ämter der Stadt Trier etwas überbelastet, wie es scheint – ich bin seit Ende letzten Jahres dabei, verschiedene Locations für Musik in den Sonnenuntergang 2019 zu organisieren, aber entweder bekam ich, sofern ich jemanden telefonisch erreichen konnte, was an sich schon mehrere Versuche pro erfolgreiches Erreichen benötigte – keine ausreichenden Antworten, oder per eMail erst nach mehrmaligem Nachfragen eine Art Antwort – und RÜCKRUFE funktionieren leider anscheinend weder bei der TTM noch beim Grünflächenamt wirklich gut – die Quote liegt bei unter 50%.  SEHR unerfreulich und stressig.

Ausserdem muss ich anscheinend noch meine Termine mit denen der Stadt abgleichen, nicht dass ich parallel zu größeren Veranstaltungen ein Konzert spiele! Leider habe ich auch in dieser Hinsicht noch keine feststehenden Termine bekommen, die mir verraten könnten, welche Tage überhaupt noch bespielbar sind.

Da ich sowohl privat als auch öffentlich auch ausserhalb meiner Region spiele, sind nun der Juli und August schon konzerttechnisch so gut wie ausgebucht – die beiden ursprünglich für diese Monate geplanten Konzerte der Reihe fallen damit höchstwahrscheinlich aus. Ich kann und möchte es mir nicht leisten, zugunsten von aufwendig zu planenden, unsicheren Hut-Konzerten vernünftig bezahlte Engagements ausfallen zu lassen. Das wäre sowohl mir selbst gegenüber als auch den Veranstaltern auswärts gegenüber nicht in Ordnung.

Ausserdem ist die Gesamtsituation zu ärgerlich. Man engagiert sich für eine Sache in seiner Heimatstadt, und seitens der Behörden, gerade der für Tourismus und Marketing, und dem Ordnungsamt kommt weniger als null.. Dafür muss ich selbst aber, sofern ich ein Konzert wie bisher auf die Beine stelle, sowohl Technik als auch Versicherungen und Miete bezahlen, da mein Sponsor im letzten Jahr lediglich ein sehr begrenztes Einzugsgebiet, nämlich den eigenen Bereich im eigenen Stadtteil unterstützte, ich diesen Bereich dieses Jahr aber nicht bespielen werde – es war nett, aber insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren eine eher private Veranstaltung. Der Grundgedanke von Musik in den Sonnenuntergang ist aber, dass die Musik für ALLE zugänglich bleibt, und damit möchste ich eben wieder an Stellen spielen, bei denen Menschen auch spontan bleiben und zuhören können..

Daher ist im Raum Trier dieses Jahr noch alles offen. Sofern ich den leider auch recht schwer zu erreichenden, aber insgesamt sehr netten Menschen vom Grünflächenamt endlich wieder sprechen kann, gibt es vielleicht doch wenigstens noch ein wenig Klavier in Mai, Juni und September.. wer weiß.